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loslassen


Ein Thema, das uns im Leben immer wieder begegnet und immer wieder herausfordert. Ganz einfach, weil es essentieller Teil des Lebens ist. Leben ist Bewegung, Leben ist Veränderung, Leben ist Wandel - und dazu gehört das Loslassen, genauso wie das Annehmen, das Geben, das Transformieren.


Wir alle kennen diese Sehnsucht nach Sicherheit, nach Beständigkeit - und damit verbunden den Wunsch nach Ruhe, Halt und einem Gefühl des "Angekommen-Seins". Und dann passiert es uns, dass wir diese Sicherheit in bestimmten Strukturen, Rollen, Glaubenssätzen und Dingen suchen (und zu finden glauben). Das geht so lange gut, bis es sich ändert...weil wir uns ändern, unsere Umwelt sich ändert, unsere Mitmenschen sich ändern...


Und plötzlich fühlen wir uns haltlos, unsicher, manchmal auch richtig ängstlich. Das führt dazu, dass wir umso fester versuchen zu halten, in anderen Fällen ziehen wir uns zurück oder gehen bewusst dagegen - doch all´ das fühlt sich irgendwie nicht gut an. Es ist anstrengend, es macht traurig, es überfordert. Warum? Weil wir in dem Moment gegen eine bereits bestehende Realität kämpfen, weil wir etwas halten wollen, das nicht festgehalten werden kann. Wir haben das innere Gefühl der Sicherheit und des Gehalten-Seins, verwechselt mit etwas im Außen, das uns dieses Gefühl vermittelt.

Wir Menschen leben von Verbindungen, von Beziehung zueinander und auch Rituale und Strukturen können uns Halt geben und sind ein wichtiger Bestandteil unseres Daseins. Deshalb bin ich überzeugt, dass es wichtig ist diese auch zu leben und zu pflegen - in dem Wissen, dass sie sich verändern können und werden.

Insbesondere dann, wenn es sich eng anfühlt, wenn wir beginnen in ein "dagegen" zu gehen, dürfen wir mutig hinschauen, ob es etwas gibt, was losgelassen werden darf.

Auch wenn das Loslassen in vielen Situationen erstmal Unsicherheit und Angst weckt, so schlummert in ihm ein immenses Potential. Es ist unsere Fähigkeit zur Veränderung, zum Wachstum. Es ist unsere Fähigkeit Raum für Neues zu schaffen, es ist unsere Möglichkeit unseren Mut zu spüren, es ist eine Chance uns selbst näher zu kommen - den Halt in uns, unser Urvertrauen, unsere Essenz zu entdecken & zu erfahren. Und: das Leben als das zu erleben was es ist - lebendig, veränderbar & wundervoll!


Das Loslassen lehrt uns den Moment zu genießen, es lehrt uns Leichtigkeit und es lehrt uns Geduld. Denn Loslassen darf Zeit brauchen, darf ein Prozess sein. Wir dürfen in einer liebevollen Haltung uns selbst erlauben, uns die Zeit zu nehmen, die wir brauchen - in dem Vertrauen, dass wir die Fähigkeit in uns tragen loszulassen, um dann voller Neugierde den neu entstandenen Raum zu entdecken.


Weder sind wir dazu bestimmt, perfekt zu sein, noch dazu, an starren Positionen festzuhalten. Unsere Bestimmung ist es, in einem Universum zu fließen, das sich konstant um uns herum bewegt (J. Houston).

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